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02.09.2018

Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!

Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte "Briefe gegen das Vergessen". Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die "Briefe gegen das Vergessen" wirken durch ihre enorme Anzahl.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Wir brauchen Ihre Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!

Brief

September 2018

Ministerpräsident von Manipur
N. Biren Singh 
Manipur CM Office 
4th Block, Western Block 
New Secretariat 
Imphal, 795001
Manipur, INDIEN 
Fax: 0091 – 038 5245 1398
E-Mail: cmmani@man.nic.in Im September 2018
 Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden. In diesem Fall handelt es sich um die Menschenrechtlerin Salima Memcha. Mit Sorge habe ich erfahren, dass sie in Manipur im Nordosten Indiens schikaniert und bedroht wird. Am 7. April 2018 wurde ihr Haus von Angehörigen des Paramilitärs und der Polizei verwüstet. Diese Übergriffe und Drohungen hängen offenbar damit zusammen, dass ihr Ehemann im Januar 2010 mutmaßlich von Sicherheitskräften getötet wurde und sie sich für eine Aufklärung des Falls einsetzt. Salima Memcha ist Mitglied des Kollektivs Extrajudicial Execution Victim Families Association Manipur (EEVAFM), das mutmaßliche Fälle außergerichtlicher Hinrichtungen dokumentiert. Deshalb appelliere ich dringend an Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident: Setzen Sie sich bitte kraft Amtes dafür ein, dass die Einschüchterungen, Schikanen und Angriffe gegen Salima Memcha und weitere Menschenrechtsverteidiger_innen der EEVFAM umgehend eingestellt werden. Hochachtungsvoll

Oberste Justizautorität 
Ayatollah Sadegh Larijani 
c/o Public Relations Office Number 4
Deadend of 1 Azizi 
Above Pasteur Intersection 
Vali Asr Street, Tehran, IRAN Im September 2018 Exzellenz, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um Ismail Abdi. Seit Juni 2015 verbüßt der iranische Gewerkschafter und Mathematiklehrer eine sechsjährige Freiheitsstrafe. Er wurde erstmals am 27. Juni 2015 von den Revolutionsgarden festgenommen und 40 Tage lang in Einzelhaft gehalten. Man wollte ihn dazu bringen, seine Position bei der Gewerkschaft aufzugeben und die landesweit geplanten Lehrer_innen-Demonstrationen abzusagen. Im Februar 2016 verurteilte man Ismail Abdi wegen konstruierter Anklagen zu sechs Jahren Gefängnis. Die Anklagen gegen ihn beziehen sich allein auf seine friedlichen Gewerkschaftsaktivitäten. Bereits zweimal ersuchte er den Obersten Gerichtshof erfolglos um die erneute gerichtliche Überprüfung seines Falls. Deshalb appelliere ich dringend an Sie, Exzellenz: Lassen Sie bitte Ismail Abdi umgehend frei und heben Sie das Urteil gegen ihn auf, da er lediglich seine Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit wahrgenommen hat. Sorgen Sie bitte dafür, dass Ismail Abdi angemessen medizinisch versorgt wird und vor Folter und anderer Misshandlung geschützt wird. Hochachtungsvoll

Innenminister
Hon. Obert Mpofu 
Ministry of Home Affairs, 11th Floor Mukwati Building 
Corner Fourth and Livingstone Avenue, PO Box CY 7703 
Harare, SIMBABWE 
(Anrede: Dear Hon. Minister / Sehr geehrter Herr Minister) 
Fax: 00263 – 4 707 231 
E-Mail: postmaster@moha.gov.zw Im September 2018
 Sehr geehrter Herr Minister, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden. In diesem Fall handelt es sich um Itai Dzamara. Der Journalist und Demokratieverfechter wurde im März 2015 verschleppt. Fünf Männer beschuldigten ihn, Vieh gestohlen zu haben und fuhren ihn in einem weißen Lieferwagen davon. Sein Aufenthaltsort ist bis heute unbekannt. Itai Dzamara hatte als Leiter der Protestbewegung Occupy Africa Unity Square im Oktober 2014 den damaligen Präsidenten Robert Mugabe zum Rücktritt aufgefordert. Bereits vor seinem „Verschwinden“ war Itai Dzamara einige Male willkürlich festgenommen und brutal geschlagen worden. Versuche seiner Familie und Rechtsbeistände, etwas über seinen Verbleib herauszufinden, blieben erfolglos. Deshalb appelliere ich dringend an Sie, sehr geehrter Herr Minister: Leiten Sie bitte eine umfassende Untersuchung der Verschleppung von Itai Dzamara ein und stellen Sie sicher, dass die dafür Verantwortlichen in einem fairen Verfahren vor Gericht gestellt werden. Sollte sich Itai Dzamara in staatlichem Gewahrsam befinden, geben Sie bitte seinen Aufenthaltsort bekannt und sorgen Sie bitte dafür, dass er vor Folter oder anderweitiger Misshandlung geschützt ist. Hochachtungsvoll