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10.01.2019

Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!

Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte "Briefe gegen das Vergessen". Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die "Briefe gegen das Vergessen" wirken durch ihre enorme Anzahl.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Wir brauchen Ihre Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!

Brief

Januar 2019

Director General of Police, Police Headquarters
Naya Raipur, Chhattisgarh, 492001
INDIEN 
E-Mail: ps.dgp-cg@gov.in Im Januar 2019
 Sehr geehrter Herr Polizeidirektor, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um Pavitri Manjhi. Die Vorsitzende des Gemeinderats von Bhengari in Chhattisgarh, wird bedroht, schikaniert und eingeschüchtert. Grund dafür ist ihr friedliches Eintreten für die Landrechte indigener Adivasi. Die Menschenrechtlerin setzt sich gegen zwei Privatunternehmen zur Wehr, die offenbar Adivasi im Bezirk Raigarh um ihr Land betrogen haben. Ich weise Sie darauf hin, dass es Aufgabe der Polizei ist, Pavitri Manjhi vor Einschüchterung zu schützen und ihre Menschenrechte umfassend zu sichern. Die Polizei hat jedoch bislang keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen. Daher appelliere ich Sie dringend an Sie, sehr geehrter Herr Polizeipräsident: ergreifen Sie bitte in Absprache mit Pavitri Manjhi und anderen Betroffenen Maßnahmen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und sie vor weiteren Schikanen zu schützen. Bitte untersuchen Sie außerdem die Vorwürfe, wonach Adivasi genötigt und rechtswidrig enteignet wurden, und sorgen Sie dafür, dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Hochachtungsvoll

Premierminister
Saad Dine Al Othmani
Department of the Head of Government
Palais Royal Touarga
Rabat, MAROKKO Im Januar 2019


Exzellenz,

aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie.

AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um Nawal Benaissa.

Die Menschenrechtsverteidigerin hat lediglich ihr Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wahrgenommen und sich friedlich für soziale Verbesserungen in der Rif-Region eingesetzt. Dennoch wird sie seit Juni 2017 von Sicherheitskräften schikaniert und überwacht. Außerdem verurteilte ein Gericht in Al-Hoceima sie im Zusammenhang mit ihren friedlichen und legitimen Aktivitäten zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Ich möchte Sie daran erinnern, dass Marokko verpflichtet ist, grundlegende Menschenrechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu achten.

Daher appelliere ich dringend an Sie, Exzellenz: Setzen Sie sich bitte dafür ein, dass die Drangsalierung von Nawal Benaissa unverzüglich eingestellt wird und sie ungehindert aktiv sein kann, um soziale Verbesserungen für ihre Heimatregion zu erreichen.

Hochachtungsvoll

Präsident Uhuru Kenyatta
Harambee House
PO Box 62345 - 00200 Nairobi
Harambee Avenue, Nairobi, KENIA Im Januar 2019


Sehr geehrter Herr Präsident, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um die indigenen Sengwer.

Obwohl sie seit Jahrhunderten im Embobut-Wald leben und dieser ihre Lebensgrundlage bildet, werden sie seit einigen Jahren von der Forstbehörde und der Polizei mit Gewalt vertrieben und ihre Häuser werden niedergebrannt. Es gab bereits Tote und Verletzte. Dieses gewaltsame Vorgehen lässt sich nicht mit dem Schutz des Waldes rechtfertigen. Es verstößt außerdem gegen gerichtliche Anordnungen. Die Regierung sollte die Betroffenen vielmehr als Verbündete im Kampf um den Erhalt des Embobut-Waldes betrachten. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Sengwer in Frieden und Freiheit auf ihrem traditionellen Land leben können und sorgen Sie dafür, dass die Vertreibung der Menschen und das Niederbrennen ihrer Häuser sofort gestoppt werden. Außerdem sollten die Sengwer als Besitzer des Embobut-Waldes sowie als Partner beim Umweltschutz anerkannt werden und es sollte mit ihnen gemeinsam überlegt werden, wie der Wald erhalten werden kann. Hochachtungsvoll