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02.08.2018

Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!

Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte "Briefe gegen das Vergessen". Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die "Briefe gegen das Vergessen" wirken durch ihre enorme Anzahl.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Wir brauchen Ihre Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!

Brief

Im August 2018

Sylvestre Nyandwi
Parquet General de la République
BP 105, Bujumbura

BURUNDI Im August 2018


Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden. In diesem Fall handelt es sich um den Journalisten Esdras Ndikumana. Während er den Ort eines Anschlags fotografierte, wurde er vom Geheimdienst festgenommen und gefoltert. Aus Angst um sein Leben und um das seiner Familie floh er danach nach Frankreich. Die Tat wurde bis heute weder untersucht, noch wurden die Täter strafrechtlich verfolgt.  Schockiert über diesen Fall appelliere ich dringend an Sie, sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt: Setzen Sie sich bitte kraft Ihres hohen Amtes dafür ein, dass umgehend eine umfassende und unabhängige Untersuchung der von Esdras Ndikumana erhobenen Foltervorwürfe eingeleitet wird; die Verantwortlichen in einem fairen Verfahren vor ein ordentliches Gericht gestellt werden; Esdras Ndikumana eine angemessene Entschädigung für das erlittene Leid erhält. Hochachtungsvoll

Mr. Joe Renteria ICE-ERO 
El Paso Field Office 
11541 Montana Ave Suite E 
El Paso, TX, 79936
USA 
E-Mail: Jose.A.Renteria@ice.dhs.gov Im August 2018

Sehr geehrter Herr Renteria, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um Alejandra. Die Menschenrechtsaktivistin floh aus El Salvador in die USA, um dort Asyl zu beantragen. Aufgrund ihrer Geschlechtsidentität als Transfrau wurde sie immer wieder von Mitgliedern einer Gang angegriffen und sexuell genötigt. Ihr Asylantrag wurde jedoch abgelehnt und sie befindet sich derzeit in Haft. Auch ein Antrag auf Haftentlassung aus humanitären Gründen wurde abgelehnt, trotz Alejandras verschlechtertem Gesundheitszustand. Deshalb appelliere ich dringend an Sie, sehr geehrter Herr Renteria: Setzen Sie sich bitte kraft Amtes dafür ein, dass Alejandra umgehend aus humanitären Gründen freigelassen wird, bis endgültig über ihren Asylantrag entschieden worden ist. so viele Asylsuchende wie möglich aus humanitären Gründen freigelassen werden, insbesondere wenn es sich um Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche (LGBTI) oder um Menschen mit akuten Beschwerden handelt. Hochachtungsvoll

Innenminister
Mahmoud Tawfik
Ministry of the Interior
25 El Sheikh Rihan Street
Bab al-Louk, Kairo
ÄGYPTEN
E-Mail: center@iscmi.gov.eg oder E.HumanRightsSector@moi.gov.eg

Im August 2018
 Sehr geehrter Herr Minister, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden. In diesem Fall handelt es sich um Hanan Badr el-Din. Mit Sorge habe ich erfahren, dass die Haftanordnung für Hanan Badr el-Din um weitere 45 Tage verlängert wurde. Sie befindet sich bereits seit mehr als einem Jahr lediglich aufgrund konstruierter Vorwürfe in Haft. Sie setzt sich gegen das Verschwindenlassen von Menschen in Ägypten ein, nachdem ihr Mann selbst „verschwand“ und gründete zusammen mit anderen Betroffenen die Organisation „Familien von Opfern des Verschwindenlassens“.  Deshalb appelliere ich dringend an Sie, sehr geehrter Herr Minister: Setzen Sie sich bitte kraft Amtes dafür ein, dass Hanan Badr el-Din freigelassen wird und alle Anklagen gegen sie fallen gelassen werden; ungehinderten Zugang zu medizinischer Versorgung erhält; umgehend über das Schicksal und den Verbleib ihres „verschwundenen“ Mannes Khaled Ezz el-Din informiert wird. Hochachtungsvoll

Frau Hanan Badr el-Din c/o Halim Henesh Cairo Center for Law 4a Al Saraya Al Kobra street, flat 2 Garden City, Kairo/ÄGYPTEN Im August 2018

We stand with you Hanan Badr el-Din. Greetings from

                                                    , Germany