Amnesty International Gruppe Kirchheim/Teck

Impressum | Login

Gruppe Kirchheim/Teck

StartseiteVerlauf

Was ist auf dem Bild zu sehen?

02.05.2018

Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!

Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte "Briefe gegen das Vergessen". Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die "Briefe gegen das Vergessen" wirken durch ihre enorme Anzahl.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Wir brauchen Ihre Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!

Brief

Im Mai 2018

Außenminister Mohammad Javad Zarif
Permanent Mission of the Islamic Republic of Iran to the United Nations
Chemin du Petit-Saconnex 28
Ch -1209 Geneva, Switzerland
E-Mail: mission.iran@ties.itu.int und iranungva@mfa.gov.ir Im April 2018

Exzellenz, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um Atena Daemi, Arash Sadeghi, Golrokh Ebrahimi Iraee und Omid Alishenas.

Sie wurden aufgrund ihrer friedlichen Menschenrechtsaktivitäten zur Zielscheibe. Die ersten drei sind gewaltlose politische Gefangene, während Omid Alishenas am 15. Juli 2017 unter Auflagen freigelassen wurde. Er könnte jedoch jederzeit wieder inhaftiert werden. Am 24. Januar wurden Golrokh Ebrahimi Iraee und Atena Daemi vom Evin-Gefängnis in das Gefängnis Shahr-e Rey in Varamin nahe Teheran verlegt. Aus Protest traten die beiden Frauen am 3. Februar in den Hungerstreik. Atena Daemi brach diesen am 15. Februar ab, Golrokh Ebrahimi Iraee streikt jedoch weiter. Ihre Gesundheit hat sich sehr verschlechtert. Möglicherweise erhält sie keine angemessene medizinische Versorgung.

Deshalb appelliere ich dringend an Sie, Exzellenz: Setzen Sie sich bitte kraft Amtes dafür ein, dass die gewaltlosen politischen Gefangenen Atena Daemi, Arash Sadeghi und Golrokh Ebrahimi Iraee umgehend und bedingungslos freigelassen werden, da sie nur friedlich ihre Rechte wahrgenommen haben; der Schuldspruch gegen Omid Alishenas aufgehoben wird; Atena Daemi, Arash Sadeghi und Golrokh Ebrahimi Iraee vor Folter und anderer Misshandlung geschützt werden, darunter auch die Verweigerung der medizinischen Behandlung.

Hochachtungsvoll,

Justizminister
Maître Cheick Sako
Ministry of Justice
Garde des Sceaux BP. 564,
Conakry, GUINEA Im April 2018

Exzellenz, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um Aissatou Lamarana Diallo.

Sie war 27 Jahre alt und schwanger, als ihr Mann Thierno Sadou Diallo am 7. Mai 2015 von Sicherheitskräften getötet wurde. Zwei Wochen nach dem Tod ihres Mannes brachte sie ihr drittes Kind zur Welt. Am 7. Mai 2015 hatten Oppositionsparteien in Conakry eine Reihe von Protestveranstaltungen organisiert, bei denen sie eine Änderung des Wahlkalenders forderten. Der 34-jährige Schweißer Thierno Sadou Diallo wurde getötet, als die Gendarmerie gegen 19 Uhr sein Viertel durchsuchte. Er hatte den Tag mit Freunden in einem ruhigeren Stadtteil verbracht und nicht an den Protestveranstaltungen teilgenommen.

Aissatou Lamarana Diallo versucht herauszufinden, was genau ihrem Mann zugestoßen ist, und Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu erlangen – bislang erfolglos. Sie lebt mit ihren drei Kindern in Conakry und müht sich täglich ab, den Lebensunterhalt für sich und die Kinder zu verdienen. Ihr Mann war der Hauptverdiener der Familie.

Daher appelliere ich dringend an Sie, Exzellenz: Setzen Sie sich bitte kraft Amtes dafür ein, dass umgehend eine unabhängige, unparteiische und wirksame Untersuchung des Todes von Thierno Sadou Diallo durchgeführt wird;

 die Verantwortlichen in fairen Verfahren vor Gericht gestellt werden;

Aissatou Lamarana Diallo eine Entschädigung erhält, sodass sie unabhängig und in Würde leben kann.

Hochachtungsvoll,

Staatspräsident
Danilo Medina
Palacio Nacional
Avenida México esquina Doctor Delgado
Gazcue, Santo Domingo
República Dominicana
Fax: (0018) 09 682 0827
E-Mail: prensa2@presidencia.gob.do Im April 2018

Sehr geehrter Herr Präsident, aufgrund von Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wende ich mich heute an Sie. AI ist eine unabhängige nicht-staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen und der UNESCO. Die Organisation arbeitet weltweit für die Verteidigung von Menschen, die unter der Verletzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen inhaftiert, gefoltert, verschleppt oder getötet wurden bzw. werden.

In diesem Fall handelt es sich um Jessica Profeta.

Ihr droht seit einigen Jahren der Verweis von der Schule, da ihr 2013 willkürlich die dominikanische Staatsangehörigkeit entzogen wurde als Kind illegal eingewanderter Eltern. Die 16-jährige Gymnasiastin träumt davon, eine Universität zu besuchen – doch ohne Ausweispapiere rückt dieser Traum in weite Ferne.

Bereits kurz nach Jessica Profetas Geburt bat ihr Vater im Krankenhaus viermal um die Geburtsurkunde, die für die Registrierung eines Neugeborenen im Standesamt unverzichtbar ist. Erst vor wenigen Monaten erhielt er endlich das Dokument. Darin ist allerdings ausgewiesen, dass die Betroffene kein Anrecht auf die dominikanische Staatsangehörigkeit hat. Das bringt sie in eine rechtlich unklare Situation. Sie kann keine Ausweispapiere erhalten und kein Studium aufnehmen.

Vom Entzug der Staatsbürgerschaft betroffen sind Zehntausende Kinder von illegal eingewanderten Haitianern. Sie alle sind heute staatenlos und können die elementarsten Menschenrechte nicht wahrnehmen.

Daher fordere ich Sie auf sicherzustellen, dass Jessica Profeta und allen anderen Dominikaner und Dominikanerinnen haitianischer Herkunft die dominikanische Staatsangehörigkeit zurückerhalten und ihnen Ausweispapiere ausgestellt werden.

Hochachtungsvoll